Niederlage in Eltersdorf
Auch das Ergebnis von 0:3 (0:1)des FV Illertissen beim SC Eltersdorf war enttäuschend, sondern die Art und Weise wie es zustande kam. Die Gastgeber agierten, wie es Trainer Walid Khaled schon im Vorfeld analysiert hatte, doch seine Spieler waren in keiner Phase des Spieles fähig, seine Vorgaben umzusetzen. Er hatte zwei Änderungen vorgenommen, für den gesperrten Odin Redier und für Nikola Stojnovic kamen Ben Kronenberg und Nino Cassaniti ins Team.
Auch sie mussten mit ansehen, wie die Gastgeber von der ersten Minute an bissig und zweikampfstark das Spiel angingen. Die Illertisser waren noch gar nicht so recht bei der Sache, da stand es schon 1:0. Moritz Fischer nutzte einen Stellungsfehler der Illertisser, lief auf und davon, traf ins lange Eck zur Führung des Aufsteigers. Der ging dann noch engagierter und vehementer in die Zweikämpfe, kaufte den Illertissern jeglichen Schneid ab.Die kamen offensiv überhaupt nicht ins Spiel, kamen sage und schreibe nach 34 Minuten zum ersten Torschuss. Marco Hingerl konnte aber Torhüter Moritz Prenzler nicht ernsthaft prüfen. Anders auf der Gegenseite, als ein gefährlicher Freistoß von Marco Niedermayer die Latte streifte. Die Illertisser kamen weiterhin nicht über Ansätze hinaus, wirkten viel zu pomadig. Man beschränkte sich immer wieder auf zahlreiche Querpässe, anders die Gastgeber. Sie agierten schnörkellos, waren konsequent am Mann. Ein Kopfball von Elidon Qenaj mit dem Pausenpfiff, den Torhüter Prenzler über die Latte lenkte, war dann die einzige erwähnenswerte Offensivaktion der Gäste. Die hatten kurz nach der Pause großes Glück, denn Felix Rippert scheiterte nach einem Pass in die Schnittstelle völlig freistehend an Torhüter Daniel Adamczyk. In der 57. Minute hielten sich für beide Mannschaften Glück und Pech die Waage. Zunächst donnerte Felix Rippert eine Flanke am Fünfmeter freistehend an die Latte und quasi im Gegenzug traf Nino Cassaniti nach einem Sturmlauf übers halbe Feld den Pfosten. Die Partie war nun etwas offener, doch eine knappe Viertelstunde vor Schluss fiel die Vorentscheidung. Sebastian Marx stieg nach einer Ecke am höchsten, traf mit seinem Kopfball zum 2:0. Damit aber nicht genug, denn der eingewechselte Calvin Sengül schloss in der 80. Minute einen Konter sogar mit dem 3:0 ab.
Bernd Eigner, Trainer des SC Eltersdorf war verständlicherweise voll des Lobes für seine Mannschaft: "Es war eine wirklich reife Leistung meiner Mannschaft. Das war richtiger Erwachsenen-Fußball. Nach dem frühen 1:0 haben wir nicht nachgelegt, aber relativ wenig zugelassen in der ersten Halbzeit. Wir haben dann die Doppelchance zum 2:0 nicht genutzt und anschließend ein bisschen gewankt, sind aber nicht gefallen. Ich denke, mit dem 2:0 war der Deckel drauf. Die Jungs haben sich den Kerwa-Besuch verdient." Dagegen merkte man Illertissens Trainer Walid Khaled deutlich an, dass er stocksauer war: "Wir sind schlecht ins Spiel gekommen und haben relativ früh das 0:1 kassiert. Wir haben uns von der Hitze und der Intensität anstecken lassen und nicht dagegengehalten. Es war ein wirklich schlechter Auftritt von uns und ein verdienter Sieg für Eltersdorf." Man kann davon ausgehen, dass er sich kommenden Freitag(19.00) im Heimspiel gegen den amtierenden Meister 1. FC Nürnberg II nicht noch einmal eine solche Vorstellung seiner Mannschaft bieten lassen wird.
FV Illertissen: Adamczyk - Fink, Neuberger, Hasler, Heckmann (78. Atak) - Cassaniti, Kronenberg, Hingerl, Veselaj (58. Stojnovic) - Milic, Qenaj
