Heißerwartetes Illerderby steigt im Vöhlinstadion
Schon die Tatsache, dass der Tabellenzweite der Regionalliga Bayern auf den Tabellendritten trifft, rechtfertigt die Überschrift Spitzenspiel. So am Samstag(14.00) wenn der FV Illertissen den FC Memmingen empfängt. Hinzu kommt aber, dass es sich um ein sogenanntes Schwabenderby handelt und eine Begegnung handelt in der noch mehr Brisanz steckt. Die Tatsache, dass vor der Saison sage und schreibe vier Spieler aus dem Regionalligakader der Illertisser zum Nachbarverein wechselten, macht die Partie noch prickelnder.
Unter diesen Spielern war auch der damalige Kapitän des FVI, Max Zeller. Doch wie es das Schicksal will, ist der für dieses Derby gesperrt. Er hatte sich am Dienstag beim Spiel gegen Wacker Burghausen in der Nachspielzeit die Ampelkarte eingehandelt, die automatisch eine Sperre für das nächste Spiel zur Folge hat. Mit dabei werden aber wohl Luis Pfaumann, Luka Petrovic und Uros Micic sein. Ihre neue Mannschaft hat bisher erst ein Spiel verloren, gegen 1860 München im Heimspiel mit 0:3. Ansonsten, vor allem auf des Gegners Platz, sind die Allgäuer bisher eine Macht, haben alle vier Auswärtsspiele gewonnen. Das weiß man beim FV Illertissen natürlich und vor allem auch, dass die Memminger defensiv äußerst stabil standen. Von den letzten vier Spielen endeten drei torlos, eines konnte mit 1:0 gewonnen werden. Könnte sein, dass beim FVI Geduld gefragt sein wird, denn insgesamt 6 Gegentore in 9 Spielen beim Gegner verlangen das fast. Zudem wird man sehr aufmerksam sein müssen, was das Umschaltspiel der Memminger betrifft, was vor allem bei unnötigen Ballverlusten droht.
Illertissens Trainer Walid Khaled kann den Gegner diesbezüglich durchaus einschätzen:“ Am Samstag wartet mit dem FC Memmingen eine anspruchsvolle Aufgabe auf uns. Memmingen spielt bislang eine sehr gute Saison und überzeugt insbesondere durch eine kompakte und disziplinierte Defensive. Sie stehen als Mannschaft sehr geschlossen und geben dem Gegner nur wenige Räume, sodass es für uns darum gehen wird, mit Geduld, Bewegung und der nötigen Konsequenz Lösungen zu finden. Wir wissen, was uns erwartet, und freuen uns auf die Herausforderung. Entscheidend wird sein, dass wir unser Spiel mit Überzeugung auf den Platz bringen, in den entscheidenden Situationen mutig bleiben und über die gesamte Spielzeit unsere Intensität hochhalten“.
Er kann bis auf die Dauerpatienten Daniel Hausmann und Mussa Fofana auf den gesamten Kader zurückgreifen. Allerdings gibt es eine Änderung, denn Flemming Schug kann aus Studiengründen den Aufwand nicht mehr bewältigen. So hat man reagiert und noch einen neuen Spieler verpflichtet. Vom Regionalligisten TSG Balingen kommt der 22-jährige Ole Deininger, ein Abwehr- und Mittelfeldspieler, der dort 58 Spiele, 6 Tore und 7 Assists leistete. Ob er allerdings schon am Samstag im Kader ist, hängt davon ab, ob die Spielberechtigung bis dahin vorhanden ist.
