Tabellenführer gastiert am Freitagabend im Vöhlinstadion
Ein Highlight jagt das nächste beim Regionalligisten FV Illertissen. Nach dem sensationellen Pokalsieg gegen den 1. FC Nürnberg kommt am Freitag (19.00) mit der SpVgg Unterhaching der aktuelle Tabellenführer der Regionalliga Bayern nach Illertissen.
Der hat bisher alle vier Spiele gewonnen, insgesamt erst drei Gegentore kassiert. Ein richtiges Kaliber also, das auf die Illertisser wartet. Damit konnte vor der Saison niemand rechnen, zumal insgesamt 20 Spieler den Verein verlassen hatten. Doch der umtriebige Präsident Manni Schwabl und Sohn Markus als sportlicher Leiter konnten in wenigen Wochen einen neuen und wie man sieht spielstarken Kader zusammenstellen. Mit Sven Bender (265 Bundesligaspiele, 7 Länderspiele) wurde ein Ex-Profi als Trainer installiert. Der weiß sicher auch um die Historie zwischen dem FV Illertissen und der Spvgg Unterhaching. Insgesamt 12 Mal traf man bereits aufeinander, davon vier Mal im Pokal. Zuletzt im Mai diesen Jahres, im Finale des bayerischen Totopokals, das die Illertisser mit 1:0 gewannen und sich damit für den DFB Pokal qualifizierten.
„Nach Illertissen brauchen wir gar nicht mehr fahren, da verlieren wir eh immer“, grantelte Präsident Manni Schwabl damals. Denn im September 2023 war seine Mannschaft durch das 0:3 im Pokal-Achtelfinale in Illertissen schon einmal als Verlierer vom Platz gegangen. Die Voraussetzungen sind diesmal aber völlig andere. Das weiß auch Trainer Holger Bachthaler: „Haching ist es gelungen aus dem letztjährigen Drittligakader wichtige Spieler zu halten, so dass sie über einen guten Mix aus erfahrenen und jungen Spielern mit hoher individueller Qualität verfügen. Die 4 Siege zu Beginn der Saison verdeutlichen, dass sie eine sehr starke Mannschaft haben und sicherlich bis zum Ende der Saison um die Meisterschaft mitspielen werden. Wir gehen als klarer Außenseiter in die Partie und müssen wieder über uns hinauswachsen, um nicht als Verlierer vom Platz zu gehen“.
Er kann allerdings nach wie vor nicht auf den kompletten Kader zurückgreifen. Alexander Kopf, Mussa Fofanah, Luis Pfaumann und Lasse Jürgensen fehlen weiterhin, hinter dem Einsatz von Marco Hingerl steht auch ein großes Fragezeichen. Auf jeden Fall rechnet man beim FVI wieder mit einem guten Zuschauerzuspruch und hofft, erneut für eine faustdicke Überraschung sorgen zu können.